Reisen in Coronazeiten

Wir machen den Test - wie ist es wirklich?

Unser Webmaster Stefan für Sie vor Ort!

Reisen in Coronazeiten – Teil 3

(Teil 1) | (Teil 2)

Unser Webmaster für Euch vor Ort auf Rhodos

Das Hotel lässt wirklich keine Wünsche übrig. Nebenan gibt es ein weiteres, kleines 5-Sterne Hotel, welches aber geschlossen ist. Wie sieht es sonst auf Rhodos, in Zeiten von Corona, aus? Zeit die Umgebung zu erkunden.

Ein Pförtner protokolliert am Tor wer das Resort verlässt und betritt. Temperatur wird gemessen. Die Sonne knallt im August vom Himmel und treibt einem den Schweiß auf die Stirn. Für einen Spaziergang nach Lindos – gute 1,5km bequem zu Fuß (alternativ auch mit dem Bus) zu erreichen. Tatsächlich ist Lindos selbst nur zu Fuß zu erkunden.

Aquagrand

Aquagrand

Zwei große Parkplätze an der Umgehungsstraße bilden den Ausgangspunkt für die Erkundung der kleinen Stadt, deren Ursprung im 11. Jahrhundert vor Christus liegt. Das Alter der weiß verputzten Häuser lässt sich schlecht schätzen. Die Häuser sind verhältnismäßig klein und verwinkelt an die Hangstruktur angebaut. Unzählige kleine, verwinkelte Gassen bilden die Wege durch die Stadt. Es geht hoch und runter. Schon nach wenigen Abzweigungen muss ich mich über die Schwerbeschädigten Parkplätze oben amüsieren. – Genau mein Humor bei all den Treppen und steilen, engen Gassen. Rollator? Rollstuhl? Vergiss es! Dieses kleine Städtchen hat ein antikes Flair mit Charme, aber garantiert nicht barrierefrei.

„So ähnlich muss es wohl im berühmten Labyrinth von Knosos gewesen sein…“, kommt es mir ein paar Ecken weiter in den Sinn. Doch die alberne Befürchtung, aus diesem Gewirr nie wieder herauszufinden, soll sich nicht bestätigen. Im Gegenteil, irgendwie findet man immer wieder auf die Hauptgassen und den Ausgang zurück – und das bei mehreren abendlichen Besuchen.

In Lindos selbst gibt es eine Vielzahl an kleinen Restaurants, Bars, Souvenirläden und allem was man so erwartet. Doch ganz egal wo man ist. Es gibt immer jede Menge freie Plätze und „voll“ ist hier gar nichts.

Aquagrand

Rhodos Stadt

Bei all dem leckeren Essen schadet es auch nicht mal das Frühstück ausfallen zu lassen und dafür gleich den ersten Bus morgens nach Rhodos Stadt zu nehmen. 6€ kostet die 1,5 stündige Busfahrt in die Hauptstadt der Insel (zurück merkwürdigerweise nur 5,50€). Im klimatisierten Bus (übrigens ein bequemer Reisebus) gilt Maskenpflicht. Die Landschaft zieht vorbei. Es geht entlang an wunderschönen Buchten, menschenleeren Stränden, durch kleine Ortschaften bis wir nach gut 1,5 Stunden Rhodos Stadt erreichen. Hier an der Hafeneinfahrt soll früher einmal eines der sieben, antiken Weltwunder gestanden haben: der berühmte Koloss von Rhodos. Doch bevor es in den Hafen geht, geht es in die Altstadt, die von einer 4km langen Stadtmauer umgeben ist. Wahrlich beeindruckend. Durch mehrere Tore geht es schließlich zum berühmtesten Gebäude, dem Großmeisterpalast. Dieser wurde im 14. Jahrhundert als Residenz für den Großmeister des Johanniterordens errichtet und 1939 von den Italienern zum Teil rekonstruiert. In einem kleinen Museum gibt es verschiedene Stücke griechischer Geschichte zu sehen. Keramiken, Statuen, Alltagsgegenstände, aber auch Schmuck und überall tolle Fußbodenmosaiken.

Über die Ritterstraße geht es Richtung Hafen. Die Mühlenmohle führt zum Leuchtturm und ist mit drei typischen griechischen Windmühlen gesäumt. Die leichte Brise vom Wasser tut gut bei den heißen Temperaturen. Ein schwimmendes Restaurant im Yachthafen lädt zum Mittagssnack mit Aussicht auf Segelboote, sowie kleine und große Motoryachten ein.

Es würde hier noch so viel mehr zu sehen und erleben geben, denn Rhodos Stadt ist wirklich sehenswert, aber bei der Hitze hört man von weitem schon den Ruf des Hotelpools.

Rückreise

Super pünktlich kommt der Shuttlebus des Reiseveranstalters um die abreisenden Gäste abzuholen. Knappe 1,5 Stunden später und gute drei Stunden vor Abflug erreichen wir den Flughafen von Rhodos. Auf diesem kleinen Flughafen ist mehr los als in Hamburg, aber auch hier hält sich das Getümmel in Grenzen. Die Schlangen vor den Eurowingsschaltern wirken länger als sie sind, denn durch den Abstand (Aufkleber auf dem Fußboden dienen der Orientierung) zieht sich das etwas in die Länge. Eingecheckt und mit Bordkarte in der Hand geht es zur Sicherheitskontrolle. Absperrbänder lassen erahnen, dass hier normal wohl mit mehr Passagieren gerechnet wird. So geht es direkt ohne Wartezeit zur Sicherheitskontrolle, die man innerhalb von nicht mal fünf Minuten, inklusive dem wieder verstauen der Technik, hinter sich hat.

Dahinter das übliche: Ein großer Dutyfree Bereich, wobei auch hier ein größerer Laden geschlossen ist. Moment mal: ich muss drei Mal hingucken um das zu glauben! Hier, auf dem Flughafen von Rhodos, kann man im Sicherheitsbereich Getränkeflaschen kaufen – ohne die Goldbarren aus der Tasche holen zu müssen!!! Für 0,35€ gibt es bereits Wasserflaschen! Eine Nummer größer mit Sportverschluss für sagenhafte 0,55€! Auf einem Flughafen wohlgemerkt!

Die restliche Zeit auf dem Flughafen vergeht schnell. Noch was gemütlich essen und trinken und dann ist der Flieger auch schon pünktlich zum Boarding bereit. Der Rückflug ist voller als der Hinflug. Ich würde sagen 70-80% Auslastung.

Der Flug selbst ist ganz normal, mit Maske halt.

Fazit:

Reisen in Coronazeiten ist anders als gewohnt und ich möchte definitiv nicht, dass sich diese „neue Normalität“ durchsetzt, denn Freiheit und Lebensfreude ist doch etwas eingeschränkt. ABER es tat gut aus der „neuen Normalität“ in Deutschland mal auszubrechen, denn die oft negative Stimmung aufgrund der Coronasituation im Land geht mir langsam doch etwas auf den Keks. Statt in sich in großen Teilen durch mediale Angstmacherei lenken zu lassen, würde es uns allen gut tun mal weniger Medien zu konsumieren und stattdessen das Leben nicht zu verlernen. Es gibt kein Leben ohne Risiko und mit jeder Sekunde wird unsere verbleibende Lebenszeit kürzer. Wir haben nur dieses eine Leben und müssen für uns selbst entscheiden, ob wir uns so einschüchtern lassen wollen um uns zu Hause zu verkriechen, oder unser Leben so gut es geht normal weiter führen wollen. Und wie schon gesagt: Es gibt sicherere Orte auf der Erde, fern ab von den Orten, die es in die negativen Schlagzeilen der Medien schaffen. Orte und Länder, wo die Menschen im übrigen oft auch dringend auf Touristen angewiesen sind. Das Reisebüro berät Euch gerne!

Die anderen Teile des Reiseberichtes gibt es hier:

(Teil 1) | (Teil 2) | Charlines Bericht aus Spanien

Aquagrand auf Rhodos

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